Pufferspeicher richtig dimensionieren: eine einfache Orientierungsberechnung
Ein richtig dimensionierter Heizwasser-Pufferspeicher kann überschüssige Wärme aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder an das Heizsystem abgeben. Dadurch lässt sich der Betrieb der Heizungsanlage gleichmäßiger gestalten und die erzeugte Wärme besser nutzen.
Die passende Größe des Pufferspeichers hängt von mehreren Faktoren ab. Für eine erste Orientierung können Sie jedoch mit einer einfachen Berechnung arbeiten.
Orientierungsberechnung nach Art des Heizsystems
Heizkörperheizung
- Wenn Sie mit Heizkörpern heizen, rechnen Sie mit etwa 50 Litern Speichervolumen je 1 kW Leistung der Wärmequelle.
- Beispiel: 10 kW Leistung × 50 l = Pufferspeicher mit ca. 500 l Volumen
Fußbodenheizung
- Bei einer Fußbodenheizung rechnen Sie mit etwa 80 bis 100 Litern Speichervolumen je 1 kW Leistung der Wärmequelle.
- Beispiel: 10 kW Leistung × 100 l = Pufferspeicher mit ca. 1.000 l Volumen
Welche Faktoren sollten zusätzlich berücksichtigt werden?
Die Berechnung dient als praktische Orientierung. Für die Auswahl des passenden Pufferspeichers sollten zusätzlich folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Art und Leistung des Wärmeerzeugers
- Heizkörper oder Fußbodenheizung
- beheizte Fläche und Wärmebedarf des Gebäudes
- Anzahl der Heizkreise
- gewünschter Heizkomfort
- Kombination mit Wärmepumpe, Holzheizung, Pelletheizung oder Solarthermie
- Platzverhältnisse im Technikraum
- Abmessungen, Anschlüsse und Isolierung des Speichers
Bei komplexeren Heizsystemen kann auch die Einbindung weiterer Wärmequellen oder eines Elektroheizstabs zur Nutzung von PV-Überschüssen relevant sein.
Pufferspeicher und staatliche Förderung in Deutschland
Ein Pufferspeicher kann in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig sein.
Wird der Pufferspeicher als Bestandteil einer förderfähigen neuen Heizungsanlage installiert – beispielsweise zusammen mit einer Wärmepumpe, Biomasseheizung oder Solarthermieanlage – können die Kosten des Speichers grundsätzlich zu den förderfähigen Kosten der Gesamtmaßnahme gehören.
Für private Eigentümer bestehender Wohngebäude erfolgt die Förderung eines Heizungstauschs insbesondere über die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss 458). Die Grundförderung beträgt aktuell 30 %. Abhängig von der persönlichen Situation sowie zusätzlichen Förderkomponenten kann der Fördersatz höher ausfallen.
Auch im Rahmen einer Heizungsoptimierung können Maßnahmen am Heizsystem unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Die Förderung erfolgt hierbei über das BAFA.
Fazit
Mit der einfachen Orientierungsberechnung erhalten Sie einen ersten Richtwert für die Größe Ihres Pufferspeichers. Da jedes Gebäude und jedes Heizsystem unterschiedliche Anforderungen haben, empfehlen wir vor dem Kauf eine individuelle Prüfung.
Ein Techniker von TRIVEN erstellt für Sie gerne kostenlos eine passende Berechnung unter Berücksichtigung aller relevanten Parameter Ihres Gebäudes und Heizsystems. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Berechnung.
Weiterführende Informationen und Quellen
- KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (Zuschuss 458)
- BAFA – Heizungsoptimierung
- BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Energiewechsel – Heizungsoptimierung
Umweltbundesamt – Wärmepumpensysteme in Bestandsgebäuden
Erstellt von Ing. Jakub Kasper, Geschäftsführer, TRIVEN s.r.o.
Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Maschinenbau und internationalen Handel.
Triven, 1.1.2025
